Ernährung

Gesunde Ernährung bedeutet: Der Körper erhält täglich die Menge an Energie, die er benötigt. Dazu gehört eine ausgewogene Mischung der Nährstoffe: Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe. Sie müssen in ausreichender Menge im Körper vorhanden sein, um einen gesunden Stoffwechsel zu ermöglichen. Und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist notwendig – am besten stilles Wasser!

Essen ist für uns viel mehr, als nur den Hunger zu stillen. Wir essen auch, weil wir eventuell unzufrieden sind. Warum und wie wir essen – mit diesen Zusammenhängen unseres Essverhaltens beschäftigt sich die Wissenschaft der Ernährungspsychologie.

An Wissen über das, was eine gesunde und ausgewogene Ernährung ausmacht, mangelt es nicht. Und dennoch, viele sind übergewichtig oder fettleibig. Woran mag das liegen? Wir werden immer mehr beeinflusst – u.a. durch Erziehung und Esstradition. Natürlich prägt uns auch unsere Umwelt. Wir lernen, dass Essen nicht nur satt macht. Es dient auch der Kommunikation. Daher macht gemeinsam essen so viel Spaß – und wird mit Genuss verbunden. Wirklich gutes und gesundes Essen steht leider bei vielen noch weit unten auf der Prioritätenliste, obwohl wir es wissen essen wir leider noch zuviel Fett und zuckerreiche Lebensmittel, sowie stark industriell verarbeitete Lebensmittel (Fastfood) und zuviel tierische Produkte. Frisch zubereitet und schonend gegart, mit frischen Kräutern und guten Gewürzen, das macht für mich ein gutes Essen aus. Dieses Essen wirkt sich auf Körper und Geist aus.

Bei Erwachsenen wird Essen überwiegend “über den Kopf” gesteuert. Es wird gegessen, weil die Uhr zwölf geschlagen hat oder weil etwas gesund ist. Man verzichtet auf die Tafel Schokolade, weil sie kalorienreich ist. Wissenschaftler sprechen in diesem Zusammenhang auch von einem gezügelten Essverhalten. Das wahre Hunger- oder Sättigungsgefühl hat dabei nur noch eine geringe Chance, unsere Nahrungszufuhr zu steuern.

Auch im Kindesalter kann eine Reihe von Erziehungsmethoden dazu beitragen, natürliche Sättigungsmechanismen außer Kraft zu setzen. Typische Beispiele sind Aufforderungen, den Teller leer zu essen oder mit Süßigkeiten zu belohnen oder zu bestrafen. Solche Strategien führen dann im Erwachsenenalter häufig dazu, dass nicht Hunger das Essen auslöst, sondern Faktoren wie Ärger, Stress oder Langeweile.